Die Verschlüsselung ist genau genommen keine Erfindung von Menschen, sondern eine Entdeckung.

Wie so oft in der Bionik müssen wir uns eingestehen, dass die Natur Verschlüsselungsverfahren hervorgebracht hat, deren Ausmaß wir gerade erst richtig begreifen…

Um das an einem Beispiel festzumachen: Von roten Blutkörperchen abgesehen, enthält jede der rund 100 Billionen Zellen in unserem Körper „in Ihrem Zellkern das vollständige menschliche Genom — den vollständigen genetischen Bauplan für den einzelnen Menschen. Diese Information ist in circa drei Milliarden Nukleobasen, den Bausteinen der Erbsubstanz DNA, verschlüsselt“, so das Handelsblatt.

Anders ausgedrückt bestehen Gene aus Desoxyribonukleinsäure (DNS), welche die Verschlüsselung enthalten. Ähnlich der digitalen Kryptografie hängt die Größe der Gene von der Größe der Proteine ab, welche sie verschlüsseln. Die Verschlüsselung selbst findet sich in der DNS-Sequenz. „Bestimmte Sequenzen aus jeweils drei Basen verschlüsseln in der DNS spezifische Anweisungen, etwa das Hinzufügen einer Aminosäure zu einer Kette“, erklärt David N. Finegold, Professor for Human Genetics an der University of Pittsburgh und fährt fort: „Die Umwandlung verschlüsselter genetischer Informationen in ein Protein erfolgt durch Transkription und Translation. (…) Transkription ist der Prozess, in dem die in der DNS verschlüsselten Informationen in Ribonukleinsäure (RNS) umgewandelt (transkribiert) werden. (…) Durch Übersetzung (translation) teilt die mRNS-Verschlüsselung (von der DNS) dem Ribosom die Anordnung und den Typ der Aminosäuren mit, die sich verbinden sollen.“

Klingt erstmal komplex? Ist es auch! Denn die Lösungen, die die Natur im Laufe der letzten Jahrmillionen hervorgebracht hat, sind in vielerlei Hinsicht genial.

Die Schlussfolgerung ist daher naheliegend, dass die Bionik (also das Übertragen von biologischen Phänomenen auf moderne Herausforderungen) uns künftig auch bei der Entwicklung von dezentralen Verschlüsselungsverfahren einen großen Dienst erweisen wird, nach denen ein Schlüssel direkt in die ‚DNS‘ einer digitalen Information eingebettet werden kann. Dies würde nicht nur für die Blockchain, sondern auch für das Forschungsfeld er künstlichen Intelligenz neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen und neue Sicherheitsstandards schaffen.

Dies würde uns in Hinsicht auf den Umgang mit Daten auf das nächste Level bringen – nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch in der Wirtschaft, in der Politik und in der Finanzwelt.

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In Bionic Wealth: Die nächste Generation der Vermögensanlage orientiert sich am Leben erfahren Sie mehr zur Blockchain und aktuellen Verschlüsselungsverfahren.

Bildquelle: https://www.manypixels.co/gallery

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